Wochentipp zum Forderungsmanagement

Ihre Checkliste für richtiges Forderungsmanagement

Was wir immer wieder erwähnen ist, dass gutes Forderungsmanagement Zeit, Nerven und Kapazitäten bindet. Besonders, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Doch als Unternehmer können Sie vorbeugen. Die folgende Checkliste soll Ihnen helfen, in Sachen Forderungsmanagement von Anfang an alles richtig zu machen. Wir stellen die Liste zudem hier als kostenfreien Download zur Verfügung.

Klare Auftragslage und korrekte Kundendaten

Gehen Sie mit ihrem Kunden eine Geschäftsbeziehung ein, sollten sie von Beginn an auf eine eindeutige Vertragslage achten: AGBs, Auftragsformulare und Nachweise sind wichtig. Das bedeutet auch, dass Sie die Daten Ihrer Kunden korrekt aufnehmen. Namen der Inhaber, Geschäftsführer und die Rechtsform sind hier zu nennen. Forderungsverluste können bereits durch nachlässige Datenaufnahme verursacht werden.

Regelmäßige Bonitätsprüfung, Verarbeitungsklauseln und Anzahlungen

In regelmäßigen Abständen sollten Sie die Bonität Ihrer Kunden prüfen. Der Kunde kann dann von Ihnen ein individuelles Kreditlimit erhalten. Wenn Sie Waren an Endverbraucher senden, ist zu empfehlen, nur Barzahlung oder Anzahlungen zu verlangen. Insbesondere bei Neukunden, welche Sie noch nicht kennen. Denken Sie dann auch an eine Verarbeitungsklausel, welche den Eigentumsvorbehalt regelt. Erst wenn der Kunde gezahlt hat, besitzt dieser die Ware. Sollte der Kunde nicht liquide sein, geht die Ware nicht in das Vermögen der zahlungsunfähigen Firma ein und Sie erhalten Zugriff darauf.

Schneller Rechnungsversand, Überblick über alle Transaktionen

Die Rechnungen sollten möglichst schnell geschrieben werden. Versenden Sie diese direkt nach erbrachter Leistung. Geben Sie zudem ein konkretes Zahlungsziel an. Behalten Sie jederzeit alle Zahlungseingänge und ausgehende Transaktionen im Blick, dann können auch offene Forderungen nicht verloren gehen.

Mahnwesen konsequent durchführen

Einmal eine Zahlungserinnerung zu versenden, reicht in einigen Fällen nicht aus. Führen Sie ein konsequentes Mahnwesen durch. Stellen Sie sich dafür Erinnerungen ein, so wissen Sie genau, wann die nächste Mahnung versendet werden muss.

Keine Reaktion? Inkasso-Dienstleister einschalten!

Viele Unternehmer denken, sie meistern die Situation auch allein. Doch die Ansprache eines neutralen Mittlers kann oft Wunder bewirken und eine schnelle Forderungsbeitreibung erzielen. Schalten Sie daher bestenfalls den Inkasso-Dienstleister Ihres Vertrauens ein, sobald keine Reaktion des Schuldners erkennbar ist.

Kundenbeziehungen pflegen

Der Kunde ist König. Doch nur ein zahlender Kunde, ist auch ein guter Kunde. Pflegen Sie Ihre Beziehungen, um die Zusammenarbeit auf dem besten Level zu halten. Fragen Sie in regelmäßigen Abständen die Zufriedenheit Ihrer Kunden ab oder versenden Sie eine nette Postkarte zum Jahreswechsel. So werden Sie Ihren Kunden sicher ein Lächeln ins Gesicht zaubern und die Kundenbeziehung nachhaltig stärken.