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Die Auswirkungen des Jobwechsels

Unsicherheit im Job ist bei vielen Arbeitnehmern längst keine Seltenheit mehr. Viele Unternehmen setzen vermehrt auf Freiberufler und gehen mit unbefristeten Verträgen sehr sparsam um. Die Wechselbereitschaft steigt. Doch welche Folgen kann ein Jobwechsel mit sich bringen und in welchem Zusammenhang steht das Alter mit der Zufriedenheit im Job?

Die Hirntätigkeit ist ein Zusammenwirken von Nervenzellen und Botenstoffen. Das Gehirn folgt dabei am liebsten Automatismen und Gewohnheiten und steht Veränderungen eher skeptisch gegenüber. Bei größeren Entscheidungen werden wir daher häufiger von uns selbst ausgebremst.

Laut einer Studie der London School of Economics sowie einer Erhebung des US-Arbeitsministeriums, besteht ein Zusammenhang zwischen dem Alter und der beruflichen Zufriedenheit: Je älter die befragten Personen gewesen sind, desto glücklicher waren sie in ihrem Job. Aber: dieser Effekt wird durch die Verweildauer in einem Unternehmen wieder aufgehoben. Je länger eine Person in einer Firma tätig war, desto unzufriedener waren sie auch.

Warum sich ein Jobwechsel lohnt

Um den bequemen Alltag zu verlassen und dabei auf die richtigen Entscheidungen des Gehirns vertrauen zu können, muss diesem alles Neue als große Verlockung dargestellt werden. Doch wie kann diese Motivation für das Gehirn aussehen? Mehr Verantwortung, mehr Freiheiten oder gar mehr Gehalt können bereits das Aufbrechen alter Gewohnheiten zur Folge haben. Der positive Nebeneffekt: Die Zufriedenheit steigt.

Forscher haben festgestellt, dass der Effekt der gesteigerten Zufriedenheit circa zwei bis drei Jahre anhält. Erst dann sinkt die Zufriedenheitskurve mit jedem weiteren Jahr langsam wieder ab. Eine LinkedIn Studie aus dem Jahr 2016 zeigt zudem die Hauptgründe der Unzufriedenheit auf: 45 Prozent aller Befragten gaben demnach fehlende Entwicklungsmöglichkeiten an, 36 Prozent waren nicht glücklich mit der Arbeitsumgebung oder Firmenkultur und 41 Prozent hatten unüberwindbare Probleme mit dem Führungspersonal.

Der beste Grund für den Neustart in einem anderen Unternehmen war für 54 Prozent der Teilnehmer eine bessere Bezahlung. Und damit lagen sie gar nicht so falsch: im Schnitt steigt das Einkommen bei einem (freiwilligen) Jobwechsel um elf Prozent.

Auch Sie denken über einen Jobwechsel nach? Wann die Zeit für eine berufliche Veränderung gekommen ist, lesen Sie hier in unserem Blog!