InkassoWochentipp zum Forderungsmanagement

Offene Posten – 5 Tipps, um Schuldner zum Zahlen zu bewegen

5 Tipps um Forderungen einzutreiben

Die Leistung ist erbracht, die Rechnung gestellt. Und dann passiert nichts. Kunden, die ihre Rechnung zu spät oder gar nicht bezahlen, sind nicht nur ein Ärgernis für Unternehmer und Gründer. Sie können im schlimmsten Fall sogar für Liquiditätsengpässe sorgen. Dennoch folgen Unternehmer meist keiner klaren und konsequenten Vorgehensweise beim Forderungseinzug. Mit diesen Tipps aus dem Arbeitsalltag der Elbe Finanzgruppe möchten wir Ihnen zeigen wie Sie das Thema Inkasso effektiv und zielführend angehen können.

1. Beweis für den Zugang der Rechnung

„Ich habe gar keine Rechnung bekommen.“ Diesen Satz hören Rechtsanwälte und Inkassobüros bei der Eintreibung von Forderungen recht häufig. Der Rechnungssteller trägt die Beweislast und muss zweifelsfrei nachweisen können, dass die Rechnung an den Kunden zugestellt wurde. Sicherlich wäre es zu viel verlangt jede Rechnung per Einschreiben-Rückschein zu versenden. Vielfach hilft es aber das Dokument per Fax zu versenden und das Faxprotokoll zu verwahren. Auch eine per E-Mail versendete Rechnung mit angeforderter Lesebestätigung lässt sich in der Regel sehr gut nachweisen.

2. Forderungen zügig geltend machen!

Sie zögern noch gegen Ihren langjährigen Kunden vorzugehen? Vielfach befürchten Unternehmer ihre Kunden zu verlieren, wenn sie ihr Recht einfordern. Schließlich könnte der nächste große Auftrag dann an die Konkurrenz gehen. Dadurch werden viele Mahnungen erst sehr spät verschickt. Das drückt nicht nur auf die Liquidität des Unternehmens. Eine solche Verzögerung kann auch dazu führen, dass die Forderung erst dann geltend gemacht wird, wenn der Schuldner endgültig zahlungsunfähig ist.

Insolvente Schuldner verteilen ihre letzten Geldmittel zunächst an die Gläubiger, die zuerst und am stärksten ihre Forderung geltend machen. Alle, die zu spät kommen, haben das Nachsehen. Daher sollten Sie nach Ablauf der gestellten Zahlungsfrist unverzüglich Ihre offenen Forderungen geltend machen. Je später Sie damit beginnen, umso geringer sind die Chancen für eine erfolgreiche Beitreibung.

3. Zahlungsziele unmissverständlich kommunizieren

In jeder Rechnung, in jeder Mahnung – formulieren Sie das Zahlungsziel stets ganz genau. So stärken Sie die Zahlungsmoral der Kunden. Denn diese haben nun eine Frist vor Augen, die sie nicht einfach wegdiskutieren können. Je nach Branche ist ein Zahlungsziel von 10 bis 14 Tagen auf der Rechnung üblich. Dabei wird empfohlen ein konkretes Datum (z.B. „zahlbar bis zum 16.03.2019“) und keine Zeitspanne zu nennen. So lassen Sie Ihren Kunden keinen Spielraum für Interpretationen.

4. Gerichtliche Mahnbescheide nur mit Unterstützung

Sie haben gemahnt und wieder gemahnt? Dann ist es Ihr gutes Recht, Ihre Forderungen über ein gerichtliches Mahn- und Vollstreckungsverfahren durchzusetzen. Dies sollten Sie jedoch nur mit der Unterstützung eines Rechtsanwalts oder eines Inkassounternehmens in Angriff nehmen. Selbstüberschätzung kann Sie am Ende mehr Kosten als die Beauftragung eines solchen Dienstleisters.

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5. Konfrontation nicht immer zielführend

Egal ob Sie sich selbst ums Inkasso kümmern oder einen Dienstleister beauftragen, achten Sie darauf, nicht zu schnell auf Konfrontation mit dem Schuldner zu gehen. Zwar sind Ihre Forderungen berechtigt, aber oft ist es zielführender sich vorgerichtlich zu einigen. In der Regel lassen sich Lösungen (z.B. Ratenvereinbarungen, Stundungen) finden, mit denen beide Seiten zufrieden sind.

Das Verhältnis zwischen Gläubiger und Schuldner wird nicht so stark belastet und einer Fortsetzung der Geschäftsbeziehung steht nichts im Wege. Darüber hinaus halten sich Ihre Forderungsausfälle in Grenzen.

Unser Tipp: Bei solchen Verhandlungen ist langjährige Erfahrung und Fingerspitzengefühl vonnöten. Gerade unerfahrene Unternehmer sollten lieber einen seriösen Inkassodienstleister beauftragen.

Übergeben Sie Ihr Forderungsmanagement an die Elbe Inkasso. Wir verfügen über das nötige Verhandlungsgeschick und langjährige Erfahrung. So sparen Sie nicht nur Zeit und Geld, sondern auch Nerven. Reichen Sie jetzt Ihre offenen Forderungen ein!