Freiberufler

Freiberufler Frage Nr.1: privat oder gesetzlich versichern?

big_versicherung

Oft stehen Freiberufler vor der Frage, welche Form der Krankenversicherung die richtige für sie ist. Auf den ersten Blick scheint die private Krankenversicherung die bessere Alternative zu sein.

Doch man sollte dringend überprüfen, ob der erste Eindruck nicht trügt. Vor allem ist es wichtig, die familiäre Situation des Freiberuflers zu berücksichtigen. Sollte der Selbstständige eine ganze Familie ernähren müssen bzw. sollte er Kinder haben, die noch nicht über ein eigenes Einkommen verfügen, dann ist der Freelancer in der gesetzlichen Krankenversicherung besser aufgehoben. Möglich ist in diesem Fall auch eine Familienversicherung.

Hierbei gilt, dass Familienmitglieder ohne eigenes Einkommen und bis zu einer Einkommensgrenze von 350 Euro kostenfrei über das Mitglied versichert werden können.

In der privaten Krankenversicherung hingegen muss jedes Mitglied auch einen eigenen Beitrag zahlen, was schnell sehr teuer werden kann. Auch der Partner muss, wenn er keinen eigenen Verdienst hat, beitragspflichtig versichert werden. Die Beiträge, die in der gesetzlichen Krankenversicherung zu zahlen sind, sind an das Alter gekoppelt und berücksichtigen, dass Rentner über ein geringeres Einkommen verfügen. Bei der privaten Krankenversicherung hingegen steigen die Beiträge auch im Alter an.

Privat oder gesetzlich versichern? Checkliste für Verbraucher:

Ob sich Verbraucher privat oder gesetzlich versichern sollten, ist auch von den persönlichen Eigenschaften und Wünschen abhängig. Wer besonderen Wert auf kurze Wartezeiten und eine hervorragende Behandlung legt, ist grundsätzlch in der privaten Krankenversicherung besser aufgehoben. Doch dieser Wunsch lässt sich nicht immer mit der Lebenssituation beziehungsweise dem eigenen Budget vereinbaren. Im Folgenden möchten wir einige Kriterien erläutern, die für eines der beiden Systeme sprechen. Jeder Versicherte muss dabei selbst entscheiden, welche Punkte für ihn besonders wichtig sind.

Vorteile der gesetzlichen Krankenversicherung

  1. ein Alter deutlich über 40 Jahre, längere Berufstätigkeit und eine dauerhaft bestehende gesetzliche Krankenversicherung. Mit fortlaufender Zeit wird der Wechsel in die PKV immer teurer und unattraktiver.
  2. Eine eigene Familie mit mindestens zwei Kindern: In der GKV sind Kinder und Ehepartner kostenlos mitversichert. Deshalb sind insbesondere Alleinversorger des Haushalts über die gesetzliche Krankenkasse günstiger abgesichert. Dieser Aspekt sollte schon im Vorfeld beachtet werden und gilt dementsprechend auch für Menschen, die in Zukunft Vater oder Mutter werden möchten.
  3. Keine „saubere“ Krankenakte: bekannte, wohlmöglich chronische Vorerkrankungen führen zu teuren Beiträgen in der PKV. Besucht der Versicherte oder dessen Angehörige oft den Arzt, spricht das eher für die GKV.
  4. Geringe oder unsichere Verdienste: In der GKV sind die Beiträge an das Einkommen gekoppelt, weshalb Menschen mit niedrigen Einkünften relativ günstig versichert werden. Wer kein geregeltes, hohes Einkommen aufweist, riskiert, dass er die steigenden PKV-Beiträge nach einer Weile nicht mehr bezahlen kann.

Vorteile der privaten Krankenversicherung

Die PKV lohnt sich insbesondere dann, wenn viele der folgenden Aspekte erfüllt werden beziehungsweise ein bestimmter Punkt in besonderem Maß zutrifft:

  1. Ein hohes geregeltes Einkommen in einem sicheren Job: So kann der Versicherte bereits in der Gegenwart für die Belastung in der Zukunft vorsorgen.
  2. Ein Anspruch auf Beihilfe: Beamte oder Beamtenanwärter profitieren von staatlichen Zuschüssen (Beihilfe), welche die PKV besonders attraktiv machen.
  3. Ein Leben als Alleinstehender und dementsprechend geringeren Verpflichtungen für andere Personen. Auch bei zwei Gutverdienern in einem Haushalt muss der Versicherte nicht für die soziale Absicherung anderer Menchen sorgen.
  4. Ein guter Gesundheitszustand und ein junges Eintrittsalter in die PKV. Es bestehen keine schweren Vorerkrankungen. In diesem Fall profitiert der Versicherte von günstigen Prämien.

Treffen mehrere Punkte aus der Checkliste auf eine Person zu, muss diese selbstverständlich auch dazu berechtigt sein, in die PKV zu wechseln. Dazu zählen die genannten Gruppen der gutverdienenden Angestellten, Selbstständige, Beamte sowie Studenten.

Fazit: Gesetzlich oder privat versichern?

Zwei jeweilige Vorteile der beiden Systeme widersprichen sich: Auf der einen Seite sollte der Wechsel in die PKV möglichst in jungen Jahren vollzogen werden. Auf der anderen Seite ist die Lebensplanung in diesem Alter noch nicht weit genug fortgeschritten. Die wenigsten Menschen können mit 30 Jahren sicher sagen, dass sie auf Dauer ein geregeltes Einkommen vorweisen können. Auch die Familienplanung hat noch nicht immer die Formen angenommen, um sich guten Gewissens für einen Wechsel in die PKV zu entscheiden. Wer allerdings zu lange wartet, muss mit hohen Prämien rechnen. Den passenden Zeitpunkt für einen Übertritt in die private Krankenversicherung zu finden, ist also eine knifflige Aufgabe.

Damit Sie sich fortlaufend auf schnelle Liquidität verlassen können, ohne auf die langen Zahlungsziele der Kunden angewiesen zu sein, nutzen Sie Rechnung48. So erhalten Sie in weniger als 48 h Ihr Geld.

Jetzt kostenlos anfragen unter: www.rechnung48.de