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Selbstständige Frauen: 3 Gründe, warum Frauen seltener gründen!

Frauen selbstständig

Sich selbstständig machen! Ein eigenes Startup gründen! Davon träumen viele Arbeitnehmer und immer mehr setzen diese Vision in die Tat um. Doch Frauen, die selbstständig tätig sind, finden sich in der Riege der Existenzgründer oft als Einzelkämpfer wieder. Wir klären, warum Frauen seltener gründen und wie sie sich frei von bestehenden Rollenmustern ihre eigene Existenz aufbauen können!

1.      Grund: Die Gesellschaft und ihre Rollenmuster

Es war im Jahre 1977 als Frauen erstmals ohne die Zustimmung ihres Mannes arbeiten gehen durften. Das ist gerade einmal 40 Jahre her. Unsere Großeltern und Eltern erinnern sich oft noch sehr gut an diese Zeit. Da ist es kaum verwunderlich, dass auch heute überwiegend Frauen für den Nachwuchs und den Haushalt zuständig sind, während der Mann die Rolle des „Ernährers“ einnimmt und für ein regelmäßiges Einkommen sorgen muss.

Natürlich hat sich dieses Bild in den letzten Jahrzehnten ziemlich gewandelt. Frauen dürfen nicht nur, sie sollten auch arbeiten gehen. Denn die moderne Frau bringt Kind, Haushalt & Karriere geschickt unter einen Hut. Dabei ist sie sanft, um männliche Kollegen nicht zu verschrecken. Ehrgeizig, ohne machthungrig zu wirken. Kompetent, ohne rechthaberisch zu sein. Diese recht überzogenen Erwartungen führen dazu, dass sich Frauen oft nicht als „Karrierefrau“ sehen wollen und können.

Die Lösung: Frauen, die eine Existenz gründen möchten, sollten sich frei von Rollenmustern machen. Denn nur, wenn wir in unseren eigenen Köpfen mit alten Denkmustern aufräumen, unsere Visionen umsetzen und als Vorbilder vorangehen, können wir für kommende Generationen ein Umdenken anstoßen. Und wenn Sie vor der Frage stehen, ob Sie gründen sollen oder nicht, dann fragen Sie sich einfach: „Was würde ein Mann an meiner Stelle tun?“.

2.      Grund: Angst vor finanzieller Unsicherheit

Männer lieben Abenteuer. Frauen setzen auf Sicherheit. So pauschal lässt sich das natürlich nicht auf jede einzelne Person übertragen, aber im Großen und Ganzen besitzt diese Aussage einen hohen Wahrheitsgehalt. Sogar Frauen, die sich selbstständig machen, planen gründlicher, denken zukunftsorientierter und wagen weniger als ihre männlichen Kollegen. Gerade die Selbstständigkeit bringt jedoch einige finanzielle Unsicherheiten mit sich, da kein regelmäßiges Einkommen garantiert ist.

Die Lösung: Was hier nach einem Nachteil klingt, kann gerade in der Existenzgründung auch ein großer Vorteil sein. Wer vorausschauend denkt, alle Fallstricke im Blick hat und Vorsichtsmaßnahmen ergreift (z.B. Nutzung alternativer Finanzierungskonzepte wie Factoring oder Finetrading), eignet sich hervorragend als Unternehmer.

Sie möchten gründen, trauen sich aber noch nicht? Dann loten Sie doch die Möglichkeit aus, ob Sie die Stunden in Ihrem Angestelltenverhältnis reduzieren können und erst einmal nebenbei Ihr Geschäft aufbauen. So haben Sie noch einen Plan B, sollte es nicht funktionieren!

3.      Grund: Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Selbständigkeit setzt sich zusammen aus „selbst“ und „ständig“! Das bedeutet: Sie sind ständig am Arbeiten und müssen gerade am Anfang viel Zeit investieren. Mit 40 Stunden in der Woche ist es da oft nicht getan. Frauen sind vielfach nicht bereit, so viel Zeit zu investieren, da Kind und Privatleben meist einen höheren Stellenwert einnehmen. Darüber hinaus hindern selbst so einfache Fragen, wie „Was soll ich tun, wenn mein Kind einmal krank ist?“ viele Frauen daran zu sagen, dass Sie ihr Angestelltenverhältnis aufgeben, um sich selbstständig zu machen oder neu zu gründen.

Die Lösung: Wer sagt denn, dass Sie eine Existenzgründung alleine stemmen müssen? Suchen Sie sich einen starken Business Partner und starten Sie gemeinsam durch. So lässt sich die vorhandene Zeit besser aufteilen. Darüber hinaus können Sie mit einem guten Zeitmanagement sowie einer vorausschauenden Planung, viel zu einer ausgeglichen Work-Life-Balance beitragen.