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Tipps für Selbstständige, wenn der Nachwuchs einmal krank ist

Gestern Abend stellte ich bei meinem 5-jährigen Sohn starkes Fieber fest. Schon seit einigen Tagen ist er angeschlagen und schwerfällig. Ein starker Husten schallte durch den Flur und seine Körpertemperatur lag bei knapp 40 Grad Fieber. Ich brachte ihn direkt ins Bett.

Während ich einen Erkältungstee koche, bin ich angespannt

Ich frage mich, wie ich die nächsten Tage wohl organisieren werde. Als freiberufliche Medien- und Kommunikationsberaterin habe ich Kunden in verschiedenen Branchen. Meist arbeite ich im Home-Office an verschiedenen Kampagnen. Ich gebe hin und wieder Marketing- und Kommunikationsworkshops für Firmen. Gerade habe ich ein Fachbuch zu meinem Spezialgebiet herausgebracht. Seitdem habe ich mehr Aufträge generiert als je zuvor. Meine zwei kleinen Kinder profitieren davon, dass ich von zu Hause aus arbeite. Denn wir wohnen weit weg von Großeltern und sonstigen Verwandten, die eventuell bei Krankheit die Betreuung übernehmen könnten.

Wer von zu Hause aus arbeitet kann auch die Kinder bei Krankheit pflegen, dachte ich. Ich habe kein Büro mehr wie früher als Angestellte. Es ist für mich jetzt einfacher, die Arbeitszeit zu verlagern.

Diese Betreuungsstunden tagsüber fehlen mir dann natürlich. Die Abgabefristen für meine Projekte bleiben gleich. Ohne feste Arbeitszeiten bilde ich mir ein, meine Aufgaben auch später noch erledigen zu können. Am Nachmittag kommt mein Mann von der Arbeit. Er kann nun das kranke Kind betreuen. In der Realität fehlt mir aber der Tag und ich muss bis in die Nacht alles nachholen. Nur so kann ich meine eigentlich locker bemessenen Fristen einhalten.

Früher als Angestellte konnte jemand anderes meine Aufgaben übernehmen

Kollegen nahmen mir die Beantwortung von Mails ab. Dann war ich nicht allein für die Tätigkeiten verantwortlich. Nun bin ich in der Situation: Ein Tag mit einem kranken Kind ist kein vollständiger Arbeitstag. Denn ich kann nicht durchgängig konzentriert am Computer sitzen. Ab und zu muss ich wieder zurück ins Kinderzimmer und das Kind betreuen, Tee kochen. Solche Tage sind intensiv. Wenn mir mein Mann am Abend die Betreuung abnimmt, bin ich bereits müde. Mein für den Abend geplantes Pensum ist demzufolge eine Herausforderung oder muss sogar einen Tag auf Bearbeitung warten.

Mein Kind ist krank: So bekomme ich trotzdem mein Gehalt

Abgesehen von der drängenden Auftragslage verursacht die Betreuung eines kranken Kindes auch eine finanzielle Herausforderung. Als Selbstständige verdiene ich im Grunde nur in der Zeit Geld, wenn ich arbeite. Selbstständige, gesetzlich Krankenversicherte haben Anspruch auf Kinderkrankengeld ab dem 43. Krankheitstag. Praktisch tritt diese Regelung also fast nie in Kraft – zumindest sind dann die gängigen Kinderkrankheiten meist schon ausgestanden.

Es gibt eine Möglichkeit, Kinderkrankengeld zu bekommen

Kinderkrankengeld kann ich trotzdem schon früher bekommen. Dazu kommuniziere ich in einer Wahlerklärung nach § 45 Abs. 1 S. 2 SGB V meiner Krankenkasse, dass ich auch Krankengeld bei Krankheit eines Kindes in Anspruch nehmen möchte. Die Krankenkasse hat mich darauf nicht gesondert hingewiesen. Ich habe davon durch Zufall von einem Portal für Freiberufler erfahren. Krankenkassen begründen das wie folgt: Es liegt eine Neubewertung der Rechtslage vor. Krankenkassen sind nicht verpflichtet, diese zu kommunizieren. Kinderkrankengeld kann man auch rückwirkend erhalten.

Als gesetzlich Versicherte mit Wahlerklärung bekomme ich tatsächlich früher Kinderkrankengeld. Nicht erst ab dem 43., sondern bereits ab dem ersten Krankheitstag des Kindes. Bedingung ist, dass das Kind jünger als 13 Jahre alt ist. Außerdem darf dazu keine weitere Person im Haushalt wohnen, welche die Pflege des Kindes übernehmen könnte. Der Nachweis der Krankheit erfolgt mittels eines Krankenscheins vom Kinderarzt. Diesen reiche ich dann bei der Krankenkasse ein. Der Betrag liegt sogar bei 90% (70% der Beitragsbemessungsgrenze). Mir stehen im Jahr ganze 10 Tage pro Kind zur Verfügung. Insgesamt darf ich 25 Tage dafür verwenden. Wäre ich Alleinerziehend, dürfte ich sogar 20 Tage pro Kind und insgesamt 50 Tage im Jahr einsetzen.

Die Krankenkassen begründen das wie folgt: Ein Anspruch erst ab dem 43. Tag würde in den meisten Fällen dazu führen, nie Geld zu bekommen. Der Bezug sei nicht im Rahmen einer Arbeitsunfähigkeit. Die Arbeitsverhinderung liegt ausschließlich in der Krankheit des Kindes begründet. Es gibt keine Wartefrist, in der die Versicherungsleistung noch nicht gewährleistet wird.

Manche schließen eine Kinderkrankentagegeld-Versicherung ab

Bleibt ein Freiberufler wegen eines kranken Kindes der Arbeit fern bekommt er natürlich nicht wie als Angestellter weiterhin sein Gehalt. Die Versicherung bietet die Möglichkeit, das zu kompensieren. Es lohnt sich für diejenigen, die  kleine Kinder haben, die noch sehr klein und recht oft krank sind.

Ich frage Sie: Wie sichern Sie sich ab wenn Ihr Kind krank wird?

Sie lesen diesen Artikel und bemerken: Meine eigentliche Herausforderung sind die Rechnungen, die ich an meine Kunden stelle, denn es dauert immer lange bis die Zahlung erfolgt. Eigentlich haben Sie gar keine Lust auf langes Warten.

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