Wochentipp zum Forderungsmanagement

Wie Schuldnerberater helfen können

Kontrolle über die Schulden erlangen – das ist für viele Schuldner ein Traum. Schuldnerberater können Ihnen bei Ihren Finanzen behilflich sein. Wie kann man Schulden vermeiden und so die aktuelle Finanzlage verbessern?

Was macht ein Schuldnerberater?

Betroffene können sich an Schuldnerberatungsstellen oder Verbraucherzentralen wenden. Auch präventive Beratungen werden hier angeboten. Diese Stellen möchten die finanzielle Lage auch unter Hinsicht Ihrer persönlichen Lage und der rechtlichen Chancen betrachten. Der Schuldnerberater steht Ihnen mit Empathie zur Verfügung und möchte Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Die Beratung ist kostenpflichtig und wird nicht vom Staat übernommen. Eine Kostenübernahme kann aber bei Geringverdienern oder Sozialhilfeempfängern beantragt werden.

Wie finde ich einen guten Schuldnerberater?

Anerkannte Beratungsstellen werden nach der Insolvenzordnung § 305 geprüft. Diese geprüften Stellen sind berechtigt, Bescheinigungen über Privatinsolvenzen auszustellen. Schuldenregulierern sollten Sie jedoch nicht vertrauen. Fragen Sie am besten bei Ihrer Stadtverwaltung nach Adresslisten, in denen Sie anerkannte Schuldnerberatungsstellen finden können.

Welche Leistungen bietet die Beratungsstelle?

Die Beratungsstelle möchte Ihre Existenz langfristig sichern. Deshalb betrachtet Ihr Berater die gesamte finanzielle Situation inklusive aller Schulden. Die Verschuldungssituation wird untersucht und Forderungen überprüft. Wie könnten Gläubiger gegen Sie vorgehen? Welcher Schuldnerschutz steht Ihnen zu? Ein Plan mit einem detaillierten Überblick über alle Haushaltsausgaben hilft, Ihre Situation besser zu erkennen und einzuschätzen. So kann ein gemeinsam entwickelter Entschuldungsplan mit einem vollständigen Gläubigerverzeichnis konkrete Perspektiven bieten. Ebenso unterstützt Sie die Stelle bei Gläubigerverhandlungen – es soll schließlich möglichst eine außergerichtliche Einigung geben.